Die Historie des Vereins

 

Am 18. Mai 1881 als "Werdener Verschönerungsverein wurde "Der Werdener Bürger- und Heimatverein gegründet und hatte - seinen sich ändernden Aufgaben entsprechend - mehrfach seinen Namen geändert.

 

1906 erfolgte die Umbenennung in "Verkehrs- und Verschönerungsverein", weil der Verein auch die Verkehrs- und Tourismus-Förderung übernahm. Werden lockte als "Perle an der Ruhr" mit dem Aussichtsturm auf dem Pastoratsberg, der Aussichts-plattform "Platte" und der Abteikirche (Ludgerus Basilika) viele Besucher an.

Zu dieser Zeit hat sich der Verein um die Bepflanzung der Brehminsel verdient gemacht, die früher fast nur als Weideland genutzt wurde.

 

1914 unterbrachen der erste Weltkrieg, die Inflationsjahre und die Ruhrbesetzungszeit die Tätigkeit des Vereins. 1926 erfolgte eine Wiedergründung des Vereins, gefördert durch die Werdener Werbegemeinschaft. Besonders aktiv war der Verein in der vergeblichen Abwehr der Eingemeindung Werdens nach Essen.

 

Ende der 20-er Jahre entstand der "Heidhauser Verkehrs- und Heimatpflegeverein" für den Raum Werden - Land.

Ab 1933, in der Zeit des Nationalsozialismus, im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit ruhte die Tätigkeit des Vereins.

1949 wurde von heimatverbundenen Werdener und Heidhauser Bürgern die Zusammenlegung und Neubelebung der Vereine unter dem Namen "Verkehrs-

und Heimatpflegeverein Essen-Werden / Heidhausen" durchgeführt.

Rektor Friedrich Küpper wurde Vorsitzender und die treibende Kraft des Vereins.

 

• Zum 75-jährigen Bestehen des Vereins wurde ein „Sommerabend an der Ruhr“

 veranstaltet, der mehrmals wiederholt wurde und Werdens Ruf förderte.

• Die „Altweiberfastnacht“ wurde wiederbelebt und Zehntausende kamen.

 Wegen Ausschreitungen mußte der Brauch jedoch abgebrochen werden.

• Beim "Komm-Omend", der wieder aufblühte, wurde Mundart gepflegt und

 Heimatgefühl gestärkt.

• Die alte Kultstätte "Clemenspöttchen" wurde durch den Verein hergerichtet.

• Der Verein setzte sich für den Bau des Hallenbades ein und gab Anstoß zum

 Bau der Jugendherberge.

• Der Verein kümmerte sich um Gedenkstätten für zwei große Werdener Söhne,

 den Maler Theodor Mintrop und den Geophysiker Professor Dr. Ludger Mintrop.

• An bedeutenden historischen Häusern wurden bronzene Gedenktafeln angebracht.

• Der Bau des "Ludgerus-Brunnen" wurde angeregt und zusammen mit dem

 Ludgerus-Arbeitskreis geplant.

 

1981 übernahm Dipl.-Ing. Werner Breil den Vorsitz. Die Probleme der Ortsgestaltung und Heimatpflege waren weiterhin die Hauptaufgaben des Vereins. Der Förderung des Fremdenverkehrs widmete sich inzwischen der "Werdener WerbeRing". Daher wurde der Verein 1982 in "Heimatpflegeverein Essen-Werden/Heidhausen" umbenannt. Damit hat gewissermaßen die "Neuzeit" des Vereins begonnen, aus der folgende Stichworte zu nennen sind:

 

• Vorträge und Fahrten zusammen mit der Kulturgemeinde und dem Historischen

 Verein (heute zusammengefasst im Geschichts- und Kulturverein).

• Veröffentlichte heimatkundliche Schriften und Bücher, meist als Jahresgaben

 für unsere Mitglieder.

• Verschönerungsmaßnahmen mit Prämierung besonders gepflegter Baumscheiben,

 Säuberungsaktionen, Aufstellung von Bänken.

 

• Erhalt von Denkmälern und Gebäuden (z.B. Stadtmauerreste, "Negerdorf",

 "Schäferkotten", Grafenstraße 47, Romanisches Haus, Waisenhaus).

• Erhalt der Heimatzeitung "Werdener Nachrichten".

• Erhalt der alten Aula (Preußenflügel der Abtei).

• Bemühungen um Errichtung eines Heimatmuseums im Ratssaal des ehe-

• maligen Werdener Rathauses.

 

Im Sinne dieser Historie aber gleichzeitig mit einer gewissen Erweiterung der Vereinsaufgaben und mit dem Einsatz des gesamten Vorstands als aktives, eng zusammenarbeitendes Team hat Dr. Heino Thiele ab 1999 bis 2014 als 1. Vorsitzender den Verein weitergeführt. Im Zuge dieser Entwicklung wurde der Name des Vereins geändert in "Werdener Bürger- und Heimatverein".

 

In diese Zeit fallen beispielsweise folgende Aktivitäten:

• Restaurierung des Grabmals Wiese und Aufstellung von Erläuterungstafeln auf

 dem ehemaligen Friedhof an der Dückerstraße.

• Gedenktafel und Namensgebung für einen Platz zur Erinnerung an den bedeuten-

 den Werdener Sohn Johann Julius Hecker.

• Erhalt der bäuerlichen Landschaft durch Kritik am geplanten vierten Golfplatz

 um Werden herum.

• Blumenkübel im Ortskern von Werden, gesponsert von der Gärtnerei Kaffka.

• Freischneiden von Aussichtspunkten (z.B. "Platte").

• Illuminierung des ehemaligen Werdener Rathauses.

• Beschäftigung eines Stadtteilpflegers als "Saubermann".

• Feier des 125jährigen Vereinsjubiläums.

• Ausstellung anlässlich der Eingemeindung von Werden nach Essen vor 75 Jahren.

• Verlegung von "Stolpersteinen" zum Gedenken an ermordete Werdener Juden.

• Ausstellung zum "Codex Argenteus" im Kulturhauptstadtjahr 2010.

• Verbesserungen am Ruhrufer (Sitztreppe, Biergarten, Rampe, Uferweg,

 Sichtachsen).

• Erneuerung der Tafeln für den Archäologischen Pfad mit der BV IX und

 dem Werdener WerbeRing.

• In Zusammenarbeit mit den Heimatvereinen der Essener Stadtteile an der Ruhr

 Beiträge zur Erstellung des Amtlichen Stadtplans Essen mit Beschreibung von

 Stadtteilrundgängen.

• Aufbau einer Internetplattform für Rundgänge in Werden, Kettwig und Bredeney

 mit Informationsabruf durch QR-Codes, unterstützt mit Mitteln der BV IX.

• Stellungnahmen zu diversen Projekten (z.B. Bau des neuen Mariengymnasiums,

 Masterplan Westliches Ruhrtal, Planungen für den Baldeneysee, Verkehrsplanung

 für den Ortskern Werden u.v.m.).

 

Seit März 2014

Im März 2014 haben Carl-Hans Weber und Angelika Schließmann den 1. und 2. Vorsitz im

Verein übernommen. Sie haben die begonnenen Aufgaben weitergefüht und ergänzt.

-   Ausbau der Ruhruferpromenade mit E-Bike Ladestation
-   Eröffnung des Treidelplatzes mit Malwettbewerb für Kinder
-   Hinweistafel auf dem Brehm mit Spielaake
-   Schaffung einer Graffiti - Event - Wand unter der Gustav - Heinemann - Brücke
-   Bessere Entsorgung des Ruhrufers, da die Frequentierung größer wurde

Im März 2016 konnte Carl-Hans Weber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als

1. Vorsitzender kandidieren, so daß dieses Amt vakant ist.

Das neueste über unsere Arbeit erfahren Sie immer aus dem letzten Tätigkeitsbericht aus der Mitgliederversammlung, der auf unserer Homepage
 www.heimatverein-werden.de aufgeführt ist.

 

Es gibt für den Verein nach wie vor viel zu tun. Dafür brauchen wir auch tatkräftige Unterstützung.                  Kommen Sie zu uns - Werden ist unser Zuhause ! 

 

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